Funde aus dem mittleren Neolithikum belegen, dass bereits
im 4. Jahrtausend v. Chr. Menschen im Gebiet um St. Leonhard lebten. Noch
heute kann man auf den Äckern mit Geduld und Glück Gefässbruchstücke
oder Steinbeile finden.
Diese erste Siedlungstätigkeit endete im Laufe des 3. Jahrtausends v.
Chr.
Im 9. Jhdt n. Chr. wurde das Gebiet von Slawen besiedelt, das im 11. Jhdt.
von den Babenbergern übernommen wurde.
Die Rundersburg
Mitten im Wald, in der nordwestlichen Ecke des Gemeindegebietes
befindet sich die Ruine der um 1150 erbauten Wehranlage. Die Rundersburg gehörte
einst zu einem entlang des Kampflusses aufgebauten Wehrsystem und hatte die
Aufgabe, den Eingang vom Kamptal in das Fräntal zu kontrollieren und
den Weg von Gars nach
Pölla zu schützen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die "Ronenberg"
1182. Nach mehreren Besitzerwechseln wurde die Burg um 1300 verlassen und
dem Verfall preisgegeben.
Wilhalm
Die älteste bestehende Siedlung der Gemeinde ist das Dorf
Wilhalm, es entstand
etwa zur gleichen Zeit wie die Rundersburg. Es wurde von einem gewissen Wilhelm
gegründet, daher auch der Name. Das Dorf hatte den Zweck, die Burg mit
Nahrungsmitteln zu versorgen.
St. Leonhard
Die endgültige Besiedelung der ca. 52km² grossen
Hochfläche des Hornerwaldes erfolgte erst relativ spät im 15. Jahrhundert.
Köhler und Holzfäller haben damals den Hornerwald und den Rosenburger
-, Garser -, und Gföhlerwald gerodet und die Holzprodukte, in erster
Linie Holzkohle, Bauholz und Brennholz nach Krems gebracht und dort wurden
die Produkte auf der Donau nach Wien verschifft.
Der Ort selbst ist der jüngste der Gemeinde. Die Kirche wurde im Jahr
1777
eingeweiht, 1977 wurde die St. Leonhard zur Marktgemeinde erhoben.